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Züri Littéraire

Montag, 07.04.2008

"Züri Littéraire" im Festsaal – Aufbruch ins Unbekannte

Der monatliche Literaturtalk. Gäste: Felicitas Hoppe, Ilja Trojanow und Feridun Zaimoglu. Moderation: Röbi Koller. Programm: Bettina Spoerri

Was suchen Menschen, wenn sie sich auf Reisen begeben? Wie verändern sie sich durch die Begegnungen und Auseinandersetzung mit anderen Menschen und Kulturen? Viele Menschen reisen aber nicht freiwillig, sondern müssen aus ihrem Land fliehen; die weltweite Migration hat die Welt in den letzten Jahrzehnten tiefgreifend verändert. Manche Menschen hingegen reisen nur im Kopf, sie imaginieren sich innere Welten, die von ihren Sehnsüchten genährt werden. Oder sie folgen den Spuren von Menschen, die sie beeindrucken - und begegnen am Ende sich selbst.

Felicitas Hoppe, Ilija Trojanow und Feridun Zaimoglu erzählen von Menschen, die ins Unbekannte aufbrechen: aus Neugier, Wissensdurst oder Not. In ihrem Roman „Johanna“ beschäftigt sich Felicitas Hoppe mit Jeanne d’Arc und verzichtet dabei auf eine Rekonstruktion der Biographie, sondern erzählt von unersättlicher Sehnsucht. Auch der Ritter Iwein, dessen Geschichte sie nacherzählt, begibt sich auf eine abenteuerliche Reise. Seit seinem Roman „Der Weltensammler“, in dem er auf den Spuren von Sir Richard Burton durch drei Kontinente gereist ist, gilt Ilija Trojanow als Experte für modernes Nomadentum und Migrationsphänomene. In seinen Reportagen in „Der entfesselte Globus“ beobachtet er das Leben von Menschen in Afrika, Indien oder aber in seinem Geburtsland Bulgarien. Auch Feridun Zaimoglu arbeitet an der Schnittstelle verschiedener Kulturen. In seinem Roman „Leyla“ erzählt er das Leben einer jungen Frau, die am Ende aus der Türkei nach Europa auswandert. Sein neuester Roman „Liebesbrand“ wiederum ist eine heutige Liebesgeschichte - geschrieben in der Tradition der Romantik.

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