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Züri Littéraire

Montag, 04.12.2006

"Züri Littéraire" im Festsaal – Vertraut und fremd zugleich

Der monatliche Literaturtalk. Gäste: Eva Menasse, Navid Kermani, Maxim Biller. Moderation: Röbi Koller. Programm: Bettina Spörri

Ulrich Tilgner musste leider absagen!
Dafür freuen wir uns, die Autorin Eva Menasse begrüssen zu dürfen.

Das neue Thema:

"Vertraut und fremd zugleich"

In seinem neuen Roman „Du sollst“ verbindet Navid Kermani das Sexuelle mit dem Religiösen und stellt die Frage nach der Moralität dort, wo zwei Menschen sich am nächsten sein könnten: im Bett. Maxim Biller variiert in seinen komischen und oft auch traurigen „Moralischen Geschichten“ sein grosses Thema: die Probleme mit der Identität. Seine jüdischen Protagonisten wollen Juden sein - und doch auch nicht. Eva Menasse erzählt in „Vienna“ die tragikomischen Geschichten einer jüdisch-nichtjüdischen Familie im 20. Jahrhundert. Immer wieder tauchen in den Texten von Biller, Menasse und Kermani Menschen unterschiedlichster Herkunft auf, die in einer multikulturellen Umgebung in und zwischen Europa, Amerika, dem Nahen oder auch dem Fernen Osten leben. Alle drei Autoren äussern sich zudem zu diesen Themenfeldern in Essays und Kolumnen politisch pointiert und satirisch zu Wort.

Die Gäste:
Maxim Biller, Navid Kermani und Eva Menasse

Maxim Biller ist 1960 in Prag als Kind russisch-jüdischer Eltern geboren und kam als Zehnjähriger nach Deutschland, wo er in Hamburg und München Literatur studierte. Sein erster Erzählband „Wenn ich einmal reich und tot bin“ (1990) wurde als „die Wiederkehr der jüdischen Literatur nach Deutschland“ bezeichnet. Maxim Biller schreibt Romane, Erzählungen und Theaterstücke; er ist zudem ein scharfzüngiger Kolumnist („FAZ am Sonntag“, „Cicero“). Um seinen Roman „Esra“ (2003) ist ein Rechtsstreit entbrannt. Maxim Biller lebt in Berlin.
Neuere Veröffentlichungen:
Bernsteintage. Sechs neue Geschichten. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2004.
Moralische Geschichten. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005.
Adas grösster Wunsch. Bloomsbury Verlag, Berlin 2005.
Menschen in falschen Zusammenhängen. Komödie. Libelle Verlag, Lengwil 2006.
Links: www.kiwi-koeln.de; www.bloomsbury.com; www.libelle.ch

Navid Kermani, 1967 in Siegen geboren, ist habilitierter Islamwissenschaftler, Publizist und Schriftsteller. Er gilt als einer der führenden Iran-Experten in Europa und war zuletzt Long Term Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Er schreibt regelmässig Kommentare und Artikel zum islamischen Fundamentalismus und zur Lage im Nahen Osten (Tages-Anzeiger, Süddeutsche, FAZ u.a.). Zugleich ist er aber auch ein vielseitiger Schriftsteller, dessen Themen bisher von Neil Young über Sexualität bis hin zu den kleinen Dingen des Alltags reichen. Seine Website: www.navidkermani.de.
Neuere Veröffentlichungen:
Du sollst. Ammann Verlag, Zürich 2005.
Der Schrecken Gottes. C.H. Beck, München 2005.
Ein Leben mit dem Islam. Herder, Freiburg 2006.
Ayda, Bär und Hase. Picus Verlag, Wien 2006.
Nach Europa. Ammann Verlag, Zürich 2006.
Links: www.ammann.ch; www.wallstein-verlag.de; http://rsw.beck.de; www.picus.at; www.herder.de

Eva Menasse, geboren 1970 in Wien, begann als Journalistin bei „Profil“ in Wien. Sie wurde Redakteurin der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ), begleitete den Prozess um den Holocaust-Leugner David Irving in London und arbeitete nach einem Aufenthalt in Prag als Kulturkorrespondentin in Wien. Sie lebt seit 2003 in Berlin. Der Roman „Vienna“, der sich teilweise an ihrer eigenen Familiengeschichte orientiert, ist ihre erste literarische Veröffentlichung.
Veröffentlichung:
Vienna. Roman. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005.
Link: www.kiwi-koeln.de

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