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Sachbuch Reihe

Donnerstag, 18.09.2008

Lesung/Diskussion: Volker Schlöndorff

Der berühmte deutsche Regisseur und Oscar-Gewinner erzählt aus seinem Leben. Moderation: Thomas Bodmer (Tages-Anzeiger)

Eine Jugend in Hessen, ein Leben in vielen Sprachen und Ländern. Der Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff erzählt anschaulich von seinem Leben und seiner Arbeit.
Als junger Mann war er Assistent bei Jean-Pierre Melville und Louis Malle. Als Regisseur war er mit Günter Grass, Max Frisch, Heinrich Böll und Arthur Miller befreundet, deren Bücher er verfilmt hat; für seine "Blechtrommel" erhielt er den ersten deutschen Nachkriegs-"Oscar". Mit Faßbinder, Kluge, Herzog und Wenders bildete er jene Gruppe der Regisseure des jungen deutschen Films, die Opas Kino im Handstreich weggefegt hat. Seit vier Jahrzehnten gehört Volker Schlöndorff zu den wenigen deutschen Filmemachern, die Weltgeltung haben.
Mit großer Anschaulichkeit erzählt Volker Schlöndorff in dieser Autobiographie von seinem Leben und seinen Filmen. Von seiner Kindheit im Nachkriegsdeutschland und dem frühen Tod der Mutter; von seiner Zeit in französischen Internaten, die ihn zu seinem ersten großen Erfolg, dem "Törleß", inspiriert hat; von seinem politischen Engagement um 1968; von der Entstehung seiner Filme und von seinem Leben in Deutschland, Frankreich, Italien und Amerika; und von seinen Freunden und Freundinnen, denen er liebevolle Porträts widmet, und von Schauspielern wie Alain Delon, Jeanne Moreau oder Mario Adorf.
Entstanden ist mit dieser farbigen Lebens- und Werkbeschreibung ein Buch eines deutschen Künstlers, wie es spannender, nachdenklicher und unterhaltsamer kaum zu denken ist.

Den Abend moderiert Tages-Anzeiger und züritipp-Kulturredaktor Tommy Bodmer.

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