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Sachbuch Reihe

Dienstag, 15.09.2009

Lesung/Diskussion: Jean Ziegler

"Der Hass auf den Westen" - das neue Buch des kontroversen Schweizer Soziologen und Politikers. Moderation: Luciano Ferrari (Tages-Anzeiger)

*** Wegen der grossen Nachfrage findet der Abend mit Jean Ziegler nicht zuerst wie angekündigt im Festsaal, sondern im grossen Klubsaal des Kaufleuten statt! Eingang Nüschelerstrasse. Im Festsaal liest zeigleich Philippe Djian. Wir freuen uns auf Sie!***

Jean Ziegler ist einer der letzten zornigen Linken, der unermüdlich Elend, Unterdrückung, Menschenverachtung und die Arroganz der Reichen als Resultat eines global agierenden Kapitalismus und einer »mörderischen Weltordnung« anprangert. Der langjährige UN-Sonderberichterstatter gilt als scharfzüngiger Globalisierungskritiker der ersten Stunde. In seinem neuen Buch, für das er u.a. Ende 2008 mit dem Literaturpreis für Menschenrechte ausgezeichnet wurde, formuliert Ziegler erneut unbequeme Wahrheiten, die vor allem in den reichen Ländern nur allzu gern verdrängt werden – mit immer fataleren Folgen. Er diagnostiziert wachsenden Hass der Armen und Entrechteten auf den Westen, dessen Nährboden gegenseitiges Unverständnis sowie das Bewusstsein jahrhundertelanger Verachtung und Unterdrückung sind. Der Westen muss sich dieser Problematik stellen. Zieglers ebenso präzise wie engagierte Analyse ist ein wichtiger Beitrag, um eine gerechte Lösung zu finden.

JEAN ZIEGLER, Bürger der Republik Genf, Soziologe, ist emeritierter Professor der Universitäten Genf und Paris-Sorbonne. Er war bis 1999 Nationalrat im Eidgenössischen Parlament, dann Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für das Recht auf Nahrung. Seit 2008 ist er Mitglied des Beratenden Ausschusses des UNO-Menschenrechtsrates. Er ist Träger verschiedener Ehrendoktorate und internationaler Preise: wie z.B. des CARE-Milleniumspreises (2009) und des internationalen Literaturpreises für Menschenrechte (2008).

Seine Bücher "Die Schweiz wäscht weißer", "Die Schweiz, das Gold und die Toten", "Wie kommt der Hunger in die Welt?", "Die neuen Herrscher der Welt und ihre globalen Widersacher" und "Das Imperium der Schande", in mehrere Sprachen übersetzt, haben erbitterte Kontroversen ausgelöst und ihm internationales Ansehen verschafft. In seinem neuesten Buch "Der Hass auf den Westen" (C.Bertelsmann, München 2009) erklärt der Kapitalismuskritiker die Wurzeln dieses Hasses und sucht nach Möglichkeiten der Überwindung.

Dies ist eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Tages-Anzeiger Zürich.

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