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L-Reihe

Freitag, 11.04.2008

Lesung: Siri Hustvedt

"Die Leiden eines Amerikaners", das neue Buch der berühmten amerikanischen Autorin

Siri Hustvedt – Die Leiden eines Amerikaners (Erscheinungstermin: 07.03.2008)

«Meine Schwester nannte es ‹Das Jahr der Geheimnisse›», lautet der erste Satz dieses Romans. Und in der Tat, Geheimnisse haben hier die Toten wie die Lebenden. Etwa der Erzähler Erik Davidsen, ein geschiedener Psychiater, der einsam in einer Stadtvilla in Brooklyn lebt und seine Neurosen pflegt. Oder seine Schwester Inga, der eine seltsame Frau durch die Straßen Manhattans folgt. Und seine Nichte Sonia, die am 11. September Dinge gesehen hat, von denen besser niemand erfährt.
Schließlich zieht Miranda, eine schöne Westinderin, in das Gartenapartment von Eriks Haus. Aber warum bleibt sie so stolz und unnahbar, während ihre quirlige Tochter Erik mit dem unwiderstehlichen Charme einer Fünfjährigen umwirbt? Und was hat es mit den schmutzig bekritzelten Fotos von Miranda und dem Kind auf sich, die Erik vor der Haustür findet und vor Scham in einer Schublade versteckt?
Je mehr Erik sich auf die Geheimnisse anderer einlässt, desto stärker sieht er sich mit seinen eigenen Defiziten konfrontiert. «Die Leiden eines Amerikaners» ist ein klassischer Familienroman, ein Buch voller Rätsel, eine Reise in die dunklen Regionen der Seele eines amerikanischen Jedermann.

Siri Hustvedt wurde 1955 in Northfield, Minnesota, geboren. Sie studierte Literatur an der New Yorker Columbia-Universität und promovierte mit einer Arbeit über Charles Dickens. Sie lebt in Brooklyn und ist mit dem Schriftsteller Paul Auster verheiratet, mit dem sie eine Tochter hat. Bekannt wurde sie mit den Romanen «Die unsichtbare Frau», «Die Verzauberung der Lily Dahl» und, vor allem, mit dem internationalen Bestseller «Was ich liebte».

Den deutschen Text liest der deutsche Schauspieler und Tator-Kommissar Boris Aljinovic. Die Moderation übernimmt Tages Anzeiger Kulturredaktorin Alexandra Kedves.

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