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L-Reihe

Dienstag, 15.03.2005

Lesung: Amos Oz

Der berühmte israelische Autor zu Gast im Kaufleuten

Im Rahmen der "L"-Literaturreihe von Tages-Anzeiger und Orell-Füssli begrüssen wir heute den wohl bekanntesten israelischen Autor AMOS OZ aus Anlass seines neuen Buches "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" (Suhrkamp Verlag, 2004).

Die Lesung findet in hebräischer Sprache statt. Der Schauspieler Sebastian Schmid-Arenas liest die deutsche Uebersetzung. Das Gespräch mit dem Autor führt Claudia Kühner, Ressortleiterin Kultur des Tages-Anzeigers, in englischer Sprache.

Biographische Angaben zu Amos Oz:

Geboren 1939 in Jerusalem als Amos Klausner, aufgewachsen in einer gebildeten rechts- zionistischen Gelehrtenfamilie, die 1917 von Odessa nach Wilna (damals Polen) geflüchtet war und von dort 1933 nach Palästina auswanderte.

1954: trat er - zwei Jahre nach dem Tod seiner Mutter - dem Kibbuz Chulda bei; Abschluß der Schule (religiöse Grundschule, weltliche Oberschule). Dort nahm er den Namen »Oz« (hebr. Kraft, Stärke) an.
1957-1960: Wehrdienst
1960-1963: Studium der Literatur und Philosophie an der hebräischen Universität in Jerusalem. Abschluß mit dem B.A., danach Rückkehr in den Kibbuz als Schriftsteller, Lehrer und in die Landwirtschaft.
1961-1963: Veröffentlichung der ersten Kurzgeschichten in der Literaturzeitschrift Kesher.
1967: während des 6-Tage-Krieges kämpfte Oz in der Panzereinheit auf dem Sinai und 1973 während des Jom-Kippur-Krieges auf den Golan-Höhen. Seitdem hat er sich - auch in zahlreichen Aufsätzen über den israelisch-arabischen Konflikt - für einen Kompromiss zwischen Israelis und Palästinensern ausgesprochen. Er ist Mitbegründer und herausragender Vertreter der Friedensbewegung Schalom achschaw (Peace now). Oz hat ein Jahr in Oxford studiert und wurde später wiederholt zu Vorträgen und Lesungen in die Vereinigten Staaten eingeladen.
1985: »Writer in residence« am Colorado Springs College, USA.
1986: verließ Amos Oz mit seiner Familie den Kibbuz und lebt seitdem in Arad in der Negev-Wüste.
1992: Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels
1993: wurde ihm der Agnon-Lehrstuhl für hebräische Literatur der Ben-Gurion-Universität in Beer-Shewa übergeben.
1998: Verleihung des »Israel Preises« für Literatur
2002: Tübinger-Poetik-Dozentur
2003: Preis der Geschwister Korn und Gerstenmann Stiftung
2004: Preis des Senders France Culture für ausländische Literatur
WELT-Literaturpreis
2005: Bruno Kreisky-Preis für das politische Buch

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